(*PA = Panikattacke)
Ich war alleine im Geschäft und plötzlich wurde es mir schlecht und schwindlig. Meine Hände wurden taub und meine Beine fingen an zu zittern, das Herz pochte wie wild. Ich dachte schon ich müsste in diesem Augenblick sterben. Ich wurde notfallmässig zu meinem Hausarzt gebracht und wurde sofort an einem EKG angeschlossen. Der Arzt konnte nichts feststellen, und die EKG Kurven lagen im Rahmen, dennoch injektierte mir der Arzt sicherheitshalber eine kleine Ampulle Valium um mich zu beruhigen. Check-up, Bluttest und ein Besuch beim Kardiologen bestätigten die Vermutung meines Arztes: Ich war gesund! Körperlich zumindest... Es wurde nicht besser, eher schlimmer. Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte angst im Schlaf zu sterben. Ich konnte nicht mehr nach draussen und nicht einmal mehr arbeiten gehen, obwohl ich 5 Gehminuten vom Geschäft wohnte. Wenige Wochen später entschloss ich mich mich mal bei einem Psychiater checken zu lassen. Leider hörte mir der Psychiater nicht zu und diagnostizierte mir kurzerhand eine schwere Depression verursacht vom Arbeitgeber. Ich solle mindestens für 3 Monaten Ferien machen und weit weg verreisen. Problem nur: ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen! Geschwächt von dieser Erfahrung ging ich wieder arbeiten. Wenn man aber als Berater im Verkauf arbeitet ist es für jemanden mit Angststörungen und Panikattacken nicht wirklich einfach sich im Kunden- und dessen Problemendschungel durchzuschlagen. Dennoch zog ich es durch. Im Geschäft mit dem Vorgesetzen war es nicht einfach und stoss immer wieder auf Unverständnis. Intrigen und Mobbing durch den Chef und gewissen Mitarbeiter gaben mir den Rest. Die Firma stellte mich schliesslich vor die Wahl: Gehen und gekickt werden! Ich entschloss mich aus dem bisschen Mut, der kleinen Portion Selbstachtung und Ehre selbst zu gehen und habe meinen Job dennoch richtig, korrekt und fleissig bis zur letzten Stunde gemacht, so wie ich halt schon immer gearbeitet habe.
Aus den wenigen Monaten die ich zur Auskuriereung einplante wurden schliesslich fast zwei Jahre draus. Dennoch weigerte ich mich aus Scham aber vorallem weil es schlicht nicht möglich war so eine Leistung zu erbringen, Hilfe zu suchen. Zum RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) konnte ich auch nicht. Ausserdem ist das RAV ja als Unterstützung da für den Arbeitssuchende. Ich war nun mal nicht Vermittlungsfähig. Mich dennoch anmelden trotz Vermittlungsunfähigkeit hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können. Dass ich von meinen Reserven gelebt habe und dass ich praktisch zwei Jahre zu Hause geblieben bin bereue es dennoch nicht unbedingt, denn ich hab mich ziemlich gut erholt. Ich kann wieder Autofahren, im Stau festsitzen ohne dass mich gross panische Angst ergreift und kann mich immer weiter weg von zu Hause wagen. Ich wagte mich sogar einmal bis nach Interlaken und war mega glücklich (immerhin 150km von dort aus wo ich wohne). Dennoch bin ich nicht ganz zu 100% gesund! Die Alarmglocken läuten bei mir sobald ich unter anderem an Arbeit, Chef, Mitarbeiter, Kunden, Stress, usw denke! Deshalb hab ich mich vor einigen Monaten entschlossen nach professioneller Hilfe zu suchen und ging wieder zu meinem Hausarzt. Dieser meldete mich bei einem Psychischen-Dienstzentrum an. Von dort aus musste ich mir nach wenigen Sitzungen selber einen anderen Psychiater suchen, da man mir dort nicht wirklich helfen könne. Entmutigt aber dennoch entschlossen suchte ich einen anderen Psychiater auf. Nach einigen wenigen Sitzungen (beim Psych.Zentrum sowie auch beim letzten Psychiater) stand eins fest: ich bin nicht depressiv! Aber leider könne mir der Doktor in meinem Fall auch nicht weiter helfen. Ich solle im Internet nachschauen ob es nicht ein Zentrum gibt das auf meinem Problem spezialisiert ist. So, nun stehe ich hier, entmutigt, alleine gelassen und praktisch ohne Geld. Ich frage mich wieso ich eigentlich mir den ganzen stress gemacht habe und tausende von Franken aus dem Fesnster geworfen habe wenn ich selbst nach einem Zentrum suchen muss. Konnte mich mein Hausarzt oder all die anderen Psychiater nicht direkt dort anmelden oder nach dieser Lösung recherchieren? Zum glück wohne ich noch bei meinen Eltern...
Glück im Unglück: Ich hatte mir ein kleines Kapital zusammen gespart. "So kann ich wenigstens die Zwischenzeit überbrücken!", dachte ich mir. Ich nahm mir vor ein paar Monaten auszeit zu nehmen um mich "zusammenzureissen".
Es folgten monatelange Streitereien wegen des Arbeitszeugnis, welches ich heute noch nicht zufriedenstellend empfinde, ich dem Friedenswillen aber aufgab (erst durch Rechtsdrohungen wurde mir plötzlich "auf die schnelle" ein ziemlich neutrales Arbeitszeugnis geschrieben - ich gebe mich gezwungenermassen zufrieden damit).Aus den wenigen Monaten die ich zur Auskuriereung einplante wurden schliesslich fast zwei Jahre draus. Dennoch weigerte ich mich aus Scham aber vorallem weil es schlicht nicht möglich war so eine Leistung zu erbringen, Hilfe zu suchen. Zum RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) konnte ich auch nicht. Ausserdem ist das RAV ja als Unterstützung da für den Arbeitssuchende. Ich war nun mal nicht Vermittlungsfähig. Mich dennoch anmelden trotz Vermittlungsunfähigkeit hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können. Dass ich von meinen Reserven gelebt habe und dass ich praktisch zwei Jahre zu Hause geblieben bin bereue es dennoch nicht unbedingt, denn ich hab mich ziemlich gut erholt. Ich kann wieder Autofahren, im Stau festsitzen ohne dass mich gross panische Angst ergreift und kann mich immer weiter weg von zu Hause wagen. Ich wagte mich sogar einmal bis nach Interlaken und war mega glücklich (immerhin 150km von dort aus wo ich wohne). Dennoch bin ich nicht ganz zu 100% gesund! Die Alarmglocken läuten bei mir sobald ich unter anderem an Arbeit, Chef, Mitarbeiter, Kunden, Stress, usw denke! Deshalb hab ich mich vor einigen Monaten entschlossen nach professioneller Hilfe zu suchen und ging wieder zu meinem Hausarzt. Dieser meldete mich bei einem Psychischen-Dienstzentrum an. Von dort aus musste ich mir nach wenigen Sitzungen selber einen anderen Psychiater suchen, da man mir dort nicht wirklich helfen könne. Entmutigt aber dennoch entschlossen suchte ich einen anderen Psychiater auf. Nach einigen wenigen Sitzungen (beim Psych.Zentrum sowie auch beim letzten Psychiater) stand eins fest: ich bin nicht depressiv! Aber leider könne mir der Doktor in meinem Fall auch nicht weiter helfen. Ich solle im Internet nachschauen ob es nicht ein Zentrum gibt das auf meinem Problem spezialisiert ist. So, nun stehe ich hier, entmutigt, alleine gelassen und praktisch ohne Geld. Ich frage mich wieso ich eigentlich mir den ganzen stress gemacht habe und tausende von Franken aus dem Fesnster geworfen habe wenn ich selbst nach einem Zentrum suchen muss. Konnte mich mein Hausarzt oder all die anderen Psychiater nicht direkt dort anmelden oder nach dieser Lösung recherchieren? Zum glück wohne ich noch bei meinen Eltern...

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